Erschöpfungssyndrom
= Burn-Out
Menschen, die viel und engagiert mit anderen Menschen arbeiten
wie z.B. Lehrer, Krankenschwestern, Sozialarbeiter und Ärzte
leiden nach Jahren aufopfernden Engagements in ihrer Arbeit oft
an Erschöpfung und innerer Leere.
Dieses Syndrom des „inneren Ausbrennens (=
Burn-out) ist durch eine Reihe von recht unterschiedlichen
Beschwerden gekennzeichnet, die sich über einen längeren
Zeitraum entwickeln: Man fühlt sich elend, emotional, geistig
und körperlich ermüdet, leidet unter Konzentrationsmängeln,
Kopfschmerzen, Übelkeit, Schlafstörungen, kleineren
Infekten, Verspannungen mit verschiedenen Beschwerden des Bewegungsapparates.
Es besteht eine erhöhte Unfallgefahr. Die Suchtanfälligkeit
(Alkohol, Nikotin, Esssucht) steigt. In fortgeschrittenen Stadien
besteht eine tiefe Resignation mit Suizidgefährdung.
Der Weg zum inneren Ausbrennen
Eine genaue Erhebung der Lebensgeschichte zeigt oft hochbegabte
und engagierte Menschen, die sich in ihrem Beruf mit hoher Intensität
engagierten. Berufliche Interessen wurden vor das Privatleben
gestellt. Beziehungen oder Ehen leiden darunter oder brechen auseinander.
Arbeit ist das Wichtigste im Leben der Betroffenen. Auf berufliche
Rückschläge und Misserfolge reagieren sie empfindlich
und arbeiten noch mehr.
Signale des Körpers wie Erkältungen, Allergien, Verdauungs-
und Gelenkprobleme, werden nicht ernst genommen. Kleinere entspannende
Tätigkeiten und Hobbys sind nicht mehr interessant. Irgendwann
bringt auch der Urlaub keine Entspannung mehr.
Kurz nach Arbeitsbeginn ist die Erholung sehr rasch wieder vergangen.
Dann gewöhnen sie sich an den Dauerzustand der Erschöpfung.
Ihr Berufsleben und das Engagement werden
zur Routine. Die Betroffenen empfinden dieses Abflachen
des Engagements zunächst als Erleichterung! Damit verbunden
ist aber ein Abflachen des Gefühlslebens insgesamt.
Oft spielen nun Alkohol und Suchtmittel
eine zunehmend wichtige Rolle, um zeitweise aus dem Trott auszubrechen.
Oft tritt eine Krise ein, ein Herzanfall vielleicht, ein Kollaps,
eine Schwindelattacke oder eine andere Erkrankung. Wenn sie zu
diesem Zeitpunkt den Arzt aufsuchen, kann es im günstigeren
Fall der Beginn einer neuen Zeit, einer Veränderung werden.
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Wird
dieser Punkt verpasst, ist damit ein weiterer Schritt in Richtung
Erschöpfungssyndrom getan. Dies ist ein Zustand, indem die
Betroffenen nur mehr gerade noch funktionieren. Sie haben aber
keine Zukunftsperspektiven mehr, keine Hoffnung oder Erwartung,
keine Lust, keine Freude aber auch keine Trauer, keine Furcht
oder Ärger.
Spätestens jetzt ist ein Klinikaufenthalt unbedingt notwendig,
da sich in dieser Phase eine ambulante Psychotherapie in der Regel
als nicht ausreichend erweist.
Die zentralen Therapieelemente
Wir arbeiten mit einem intensiven und schulenübergreifenden
Konzept.
Die wichtigsten Schritte unseres Konzeptes:
1. Symptomatik verringern
Hier benutzen wir vor allem verhaltenstherapeutische Strategien
z.B.: schrittweise Exposition (=Annäherung an die angstbesetzten
Situationen), kognitive
2. Angststörungen
In der tiefenpsychologischen Aufarbeitung der Entstehungsgeschichte
kann die Erschöpfungsproblematik sinnvoll verstanden werden.
Wird die „Botschaft" der Symptomatik aufgegriffen,
die meistens auf anstehende Veränderungen im Leben hinweisen,
dann wird die Symptomatik „überflüssig" gemacht
und kann verschwinden.
3. Gefühlsausdruck und Körpergefühl
fördern
In den verschiedenen Gruppentherapien (z.B. Musik-, Tanz-, Maltherapie)
wird daher der Gefühlsausdruck auf interessante Art gefördert.
Hier entsteht die Grundlage zu einem positiven Körpergefühl.
4. Kontakt- und Beziehungsfähigkeit
fördern
Erschöpfungsprobleme sind oft verbunden mit Einsamkeit. In
der Therapie steht das Kontaktverhalten immer im Mittelpunkt,
denn offene, gute Kontakte verringern sofort die Gefahr des Ausbrennens.
5. Körperliche Fitness fördern
Erschöpfungsprobleme „fühlen sich wohl" bei
Menschen mit schlechter Kondition, da hier die Stressreaktion
leichter auslösbar ist. Eine normale Kondition, die man z.B.
durch 3maliges joggen/walken pro Woche für eine halbe Stunde
erreichen kann, macht resistent gegen negative Stressfolgen ohne
die Gefühle zu beeinträchtigen und ist auch noch gesund!

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