
Hierbei handelt es sich um anhaltende Schwäche- und Erschöpfungsgefühle, verbunden mit einem erhöhten Ruhebedürfnis und einer deutlich verminderten körperlichen und geistigen Belastbarkeit. Durch die Intensität der Beschwerden können erhebliche Einschränkungen im privaten und beruflichen Alltag bis hin zur Arbeitsunfähigkeit entstehen.
Es ist wichtig, die Beschwerden diagnostisch möglichst eindeutig einzuordnen und von Depressionen oder anderen psychischen Erkrankungen abzugrenzen. Hierzu gehören eine detaillierte Anamnese, eine angemessene körperliche Abklärung und ergänzende testpsychologische Untersuchungen.
Viele Patientinnen und Patienten haben bereits langjährige Erfahrungen mit unklaren Diagnosestellungen, Unverständnis oder dem Gefühl gemacht, mit ihren Beschwerden nicht ausreichend ernst genommen zu werden.
Wann ist eine stationäre Behandlung sinnvoll?
Eine stationäre Behandlung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn die anhaltende Erschöpfung und verminderte Belastbarkeit zu erheblichen Einschränkungen im beruflichen, sozialen oder privaten Alltag führen und eine ambulante Behandlung nicht ausreicht. Auch begleitende Ängste, depressive Symptome, Schlafstörungen oder die psychische Belastung durch eine lang andauernde Erkrankung können eine stationäre Behandlung sinnvoll machen.
Voraussetzung ist eine sorgfältige medizinische Abklärung der Beschwerden. Bei ausgeprägter Belastungsintoleranz muss die individuelle körperliche und geistige Belastungsgrenze besonders berücksichtigt werden. Therapeutische Aktivitäten werden deshalb an die persönliche Belastbarkeit angepasst und Überforderungen vermieden.
In der Schlossklinik Pröbsting verbinden wir psychotherapeutische Behandlung mit einem individuell abgestimmten Umgang mit Aktivität, Erholung und den persönlichen Belastungsgrenzen. Ziel ist es, die Patientinnen und Patienten dabei zu unterstützen, ihre Erkrankung und deren Auswirkungen besser zu verstehen, vorhandene Ressourcen zu nutzen und einen möglichst guten Umgang mit den gesundheitlichen Einschränkungen im Alltag zu entwickeln.
Da sich die Beschwerden individuell sehr unterschiedlich ausprägen können, stimmen sich die an der Behandlung beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eng miteinander ab. Ein achtsamer und realistischer Umgang mit den eigenen Möglichkeiten und Grenzen spielt dabei eine wichtige Rolle.
Bei weiteren Fragen informieren wir Sie gerne persönlich weiter.